Lufthansa: Bei beidseitiger Verspätung zahlen bitte die Kunden


UPDATE:  Lufthansa hat sich entschuldigt und wird die Kosten als gute Willens Geste wiedererstatten.  Sie gaben an, dass sie intern die Informationen dazu benutzten werden, den Service zu verbessern. Daniel Z. 27.11.14

 

 

Bei einem Flug von London Heathrow nach München kam ich vor Kurzem etwa 10 minuten zu spät zum Einchecken (10.30 Uhr).  Da es noch Zeit gab, bis zum Boarding (11:05 Uhr), bat ich um Erlaubnis mich und und meine Tochter (6 Jahre) einzuchecken.  Natürlich ging das nicht. Ich würde das nicht schaffen, hieß es, das Gate mache in fünf Minuten zu.  Man bat mich den Flug umzubuchen.  Für etwa 200  Euro Umbuchungsgebühr setzte man uns auf einen Flug über Frankfurt nach München 40 Minuten später (1145).  Kein Problem.  Die Schuld lag ja klar bei mir.

Wir gingen durch die Fluhhafenkontrolle, Anstehen, Gürtel ab, Abtastung.  Im Terminalgebäude angekommen bummelten wir etwas und ich kaufte etwas zu essen und ein Buch.  Um 11.15 Uhr begaben wir uns ruhig zum Gate Richtung F.a.M.  Da sah ich, wie alle Passagiere nach München am Gate nach München immer noch nicht das Flugzeug betreten hatten und allesamt darauf warteten endlich durch das Gate gehen zu können.  Der Flug nach München war nämlich mindestens 1 Stunde verspätet.  Wir hätten also ganz leicht mitfliegen können. Diese Tatsache, nämlich daß die Boardingzeit sich verschoben hatte, hatte man uns beim Einchecken netterweise verheimlicht.

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Auf dem Foto sieht man Passagiere in langer Schlange jeweils um 11:17 Uhr und 11:19  Uhr vor dem Gate nach München.

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Als ich einen Lufthansa Angestellten fragte, wieso man mich trotz der Verspätung der Lufthansa Maschine nach München nicht Einchecken ließ,  begründet dieser das mit dem Einchecksystem welches dies nicht zuließe.

Jedenfalls mussten wir unmittelbar danach die Maschine nach Frankfurt boarden. Da standen immer noch  die Leute vor dem München Gate wo langsam das boarding begann,  fast zeitgleich jetzt mit dem Frankfurter Flug.

Wie groß die Verspätung mit Lufthansa’s Flug nach München war und wie unnötig die Umbuchung meines Fluges zugunsten der Kasse der Fluggesellschaft, sieht man an diesem Bild aufgenommen aus der Maschine nach Frankfurt. Es zeigt  das Starten des Münchenfluges fast vor dem Flug nach Frankfurt.

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Ich bin der Meinung, dass sich  hier der Kunde für sein Zuspaetkommen veranworten musste, allerdings die Verspätung des Fluges ohne Konsequenzen blieb und sich auch nicht in diesem Fall positiv auf mein Einchecken auswirkte.  Wo liegt der Vorteil der Komputisierung,  wenn Verspätungen eines Fluges nicht sofort am Check-In bekannt ist und man Menschen, die aus was für Gründen auch immer zu spät sind, erlaubt sich einzuchecken oder das System das nicht gestattet?

Uns koste das exta 200 Euro und einen unnötigen längeren Umweg über Frankfurt.

Klar, nächstes mal versuchen früh genug da zu sein.  Dennoch fehlt das Verständnis in diesem Fall.

Hier waren beide verspätet.   Der Flug sogar mehr als der Kunde. Aber den Kunden ließ man unnötig extra Geld zahlen und einen längeren umständlicheren Flug in Kauf nehmen.

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