Jeden Penny 2x umdrehen – Turning every Penny twice

Diese Woche in der Jüdische Allgemeine: Jeden Penny zweimal umdrehen: Lebenserhaltungskosten für jüdische Menschen in Großbritannien liegen nach einen Bericht weit höher, als für Nichtjuden.

 

LINK  http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/24700

English: In Great Britain, and especially in London, the living costs of Jewish people are higher than those of non-Jews, a report found.

 

 

Daniel Zylbersztajn – 2015 Selektion

Some of my 2015 Photographs

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Text Selection 2015

Radio Feature DW Jewish Child Refugee  Martin Lubowski links und Frank Auerach mitte mit Kollegin (r) https://dzx2.net/2015/12/23/radio-featureworld-in-progress-jewish-child-refugee/
 die-novemberpogrome-von-1938-gallerypicture-15_620x349 Reichskristallnacht und das Volk. (English Comment) https://dzx2.net/2015/11/09/reichskristallnacht-und-das-volk/
Interview: Die Überlebende: Marina Litvinenko, the survivor

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Marina Litwinenko (Litvinenko) (c) All Rights Reserved Daniel Zylbersztajn 2015

https://dzx2.net/2015/03/12/die-uberlebende-marina-litwinenko-the-survivor-marina-litvinenko/
Cynthia McDonald im Hintergrund, im Vodergrund Landy Richmond, mit Toechtern waehrend seiner Theraphie https://dzx2.net/2015/06/27/back-to-eden-kult-hairstylist-in-london-the-roots-of-hair-culture/ Back To Eden, London Rastafari Hair Couture from the Roots
World Capital for the Rich

1Hyde Park (15)

(c) All Rights Reserved Daniel Zylbersztajn 2015

https://dzx2.net/2015/05/05/eine-weltstadt-fur-reiche-world-capital-for-the-rich/
Leitkommentar / Leading Comment Juedische Allgemeine https://dzx2.net/2015/06/25/bds-gegen-den-isolierten-boykott-von-israel-against-the-isolated-boycott-of-israel/  israel-flag
Sind heute beide tot. Der in Berlin geborene Hans Freund, und Enkel Jeremiah Duggan (damals 8 Jahre) am Sedertisch (Bild fuer J.A. mit freundl. Genehmigung der Familie)  Der Fall Jeremiah Duggan

 

 

 

dzx2.net/2015/06/04/kommentar-zu-jeremiah-duggan-inkompetenz-der-kripo-bei-potenziellen-judischen-mordopfer-vor-12-jahren/
Nie Wieder Keine Farbigen https://dzx2.net/2015/05/12/never-again-no-coloureds-nie-wieder-keine-farbigen/

01 Staying Power Anzeige am Black Cultiral Archives in Brixton (c) Daniel Zylbersztajn

01 Staying Power Anzeige am Black Cultiral Archives in Brixton (c) Daniel Zylbersztajn

Modell des Denkmals an die den transatlantischen Sklavenhandel. Mit freundlicher Erlaubnis (c) memorial2007.org.uk

Model of the slavery memorial that was planned for Hyde Park | Modellbüste des Sklavenhandeldenkmals

A Question of Remembering https://dzx2.net/2015/04/16/eine-frage-des-nationalen-gedenkens-und-vergessens-a-question-of-national-memorialisation-and-forgetting/
Remembering Terror 1972 https://dzx2.net/2015/03/09/how-to-remember-the-terrorism-of-1972/

AND

https://dzx2.net/2015/01/11/terror-not-remembered-dont-kill-our-snow-fun-hill-a-sorry-tale-of-a-limping-democratic-intervention/

Ap_munich905_t

Picture Wikipedia: en.wikipedia.org/wiki/Munich_massacre

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(c) Daniel Zylbersztajn

Schuhe selbst machen https://dzx2.net/2015/01/31/schuhe-selbst-machen-in-moretonhampstead-devon-go-make-your-own-shoes/
 Ai Weiwei in London

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Anish Kapoor & Ai Weiwei Selfie auf dem Marsch für Flüchtlinge (8 mile walk for refugees) ! (c) Daniel Zylbersztajn

 https://dzx2.net/2015/09/21/ai-weiwei-royal-academy-london/

Claridge’s Brook Penthousesuit, Bett Foto (c) Daniel Zylbersztajn 2015

London: Von Privatbuttler bus zur  Mausefalle  (from private buttler to a mat in a tent.  https://dzx2.net/2015/09/29/von-privatbuttler-bis-mausefalle-taz-hier-mit-bildern/
Frank Auerbach, the old master

 

 

 

 

Vorherige Jahre:

Previous Years Reviews

Selektion 2014

Selektion 2013

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Schild zu Frank Auerbachs Studio(c) Daniel Zylbersztajn

 

 

 

Selektion  2012

Andere

 https://dzx2.net/2015/07/21/frank-auerbach-the-old-master-frank-auerbach-der-alte-meister/

 

 

 

Playmo statt Dreidl

Zu Besuch in Stammford Hills jüdisch-orthodoxen Spielzeugladen während der Chanukkahzeit.

 

Visiting Stamford Hills orthodox toy shop during the Hanukkah period.

link: www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/24061

 

 

 

Reformjudentum und Weitergabe des Judentums UK Reform Judaism and passing on Judaism

Neue Richtlinien bezgl. patrilinarer Weitergabe des Judentums

New guidlines regarding the passing on of Judaism through the father in Reform Judaism

http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/22937

Golders Green, London.: Mit Hashtag gegen Rechts – Using the Hashtag to Fight the Right

Golders Green Road (c) Daniel Zylbersztajn dzx2.net

Golders Green Road (c) Daniel Zylbersztajn dzx2.net

Für die Jüdischen Allgemeinen fand ich Menschen die sich in Golders Green, London, gegen eine rechte Demo wehren.

http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/22546

People in Golders Green, London, braise themselves against a far right demonstration!

http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/22546

Kommentar zu Jeremiah Duggan: Inkompetenz der Kripo bei potenziellen jüdischen Mordopfer vor 12 Jahren !

updated 14:22

Sind heute beide tot.  Großvater, ein aus Berlin  geflüchteter Jude, und Jeremiah der auf der Berliner Straße in Wiesbaden starb.

Sind heute beide tot. Großvater, ein aus Berlin geflüchteter Jude, und Jeremiah der auf der Berliner Straße in Wiesbaden starb. Hier bei einem Seder als Jeremiah etwa 8 Jahre alt war. Foto mit Genehmigung der Familie. (c) All Rights  Reserved

Kommentar

Ich habe heute den zweiten Bericht zum Fall Jeremiah Duggan veröffentlicht.  Der erste erschien vor zwei Wochen in der taz_2015_05.

Letzte Woche sprach ich mit Experten und mit der Familie des Verstorbenen, besuchte sie privat zu Hause. Das Arbeitszimmer Erica Duggans gleicht einer Anwaltskanzlei oder dem Zimmer eines soziologischen und rechtswissenschaftlichen Institut.  Akten liegen überall, aber auch zum Teil sorgfältig sortiert. Die 102 Jahre alte Großmutter noch unglaublich hell und für ihr Alter und immer noch mobil. Vielleicht hätte auch Jeremiah mit solchen Genen so lange leben können.  Aber stattdessen starb er im Alter von 22 Jahren. Als ich in die Wohnung trat, zeigte mir Erica Duggan gleich das Portrait des Ur-urgrossvaters, er war Rabbiner vom größten Berliner jüdischen Friedhof, berichtete sie stolz.

Auch Hugo Duggan, der Vater von Jeremiah, ist voll beim Fall dabei, wobei er zugibt, dass sich am aller meisten seine geschiedene Frau damit beschäftigt. Er arbeite lieber viel, das, so glaubt man, hilft ihn sich mit anderen Gedanken zu bewegen. Doch die Erinnerung an Jeremiah kommt dennoch immer wieder, schon alleine deswegen weil die Familie sich immer noch um die polizeilichen Ermittlungen kümmern muss, und nun bald auch wieder in Deutschland.  Immerhin haben sie jetzt ein neues Urteil hier in London. Doch sie sind nur teilweise damit zufrieden, ein “open verrdict,” der Tod als ungeklärt deklariert, ist noch keine Lösung des Falls.

Auch der angenommene  Sachverhalt sei kaum richtig. Der Richter sagte, “Jeremiah wäre aus der Wohnung eines Freundes gekommen”, so Hugo Duggan, doch das waren weder Freunde noch kam er aus der Wohnung in der er übernachtete.  Statt dessen glaubt man zu wissen, dass er wohl aus dem Schiller-Institut kam, den von der Wohnung, wo er angeblich übernachtete, ist es viel zu weit zu der Stelle, wo man seinen Leichnam fand.  Auch wurde von dem Besitzer der Wohnung angegeben, dass er dort gar nicht in der letzten Nacht gewesen sei.

Wahrscheinlich lief er, unter Umständen in Panik, aus dem Schiller Institut und wurde verfolgt, und zusammengeschlagen. Für Hugo Duggan ist es egal ob Jeremiah deswegen starb, oder ob er verwundet und desorientiert auf der Bundestrasse von einem Auto angegriffen wurde.  Experten glaubten nicht, dass ein Unfall auf der Straße statt fand, aber der gerichtsmedizinische Richter wollte den Experten nicht mehr Gravitas als den Autofahrerzeugen geben. Was Hugo Duggan wichtig ist, ist die Tatsache der Ausgesetztheit Jeremiah Duggans beim Schiller-Institut.  Auch der englische Richter konnte einen Zusammenhang dessen und dem Tot nicht ausschließen, im Gegenteil zur Kriminalpolizei in Wiesbaden.

Man machte es sich wohl zu leicht dort. Das man bis heute bei den Fall nicht vollkommen und neu durchgreift, ist ein deutscher Skandal. Alle wissen heute, dass man erst die Minderheiten selber für ihre Ermordung beschuldigte, als die NSU in Deutschland das Morden angefangen hatte. Später musste man sich bis in die Instanz Schäubles dafür entschuldigen. Der NSU Prozess legte viele Probleme an den Tag, nicht nur darüber, was für schandhaft schreckliche Menschen es in Deutschland immer noch gibt, und wie inkompetent und ignorant so manche polizeiliche Verhander sind, wenn es um potentielle Hassverbrechen geht, und die Opfer ein Migrant, oder Mitglieder einer Minderheit waren, sondern auch welch riesige Probleme es innerhalb der Polizei und des Nachrichtendienste gibt.

Ein jüdischer Student wird tot aufgefunden, zur selben Zeit lief eine Konferenz des Schiller Instituts, zumindest dem Bundesnachrichtendienst  und sicherlich den lokalen Polizeibehörden mussten die extrem rechten Ansichten des Instituts, ja die Beschreibung “politischer Kult”, bekannt gewesen sein.  Und dennoch wurde über die Verbindung hierzu nicht ermittelt, wenngleich bekannt wurde, dass der Student mit der Organisation in Verbindung stand. Soll es heißen der BND, der in Wiesbaden eine signifikante Zentrale hat, wusste nicht wie beim Schiller Institut gedacht wird?

Ich stimme Hugo Duggan zu, dass es nicht klar ist, ob es Inkompetenz oder Absicht ist.  Klar ist jedoch, dass zumindest aus britischer Sicht, die Tatsache, dass die neuen Ermittlungen von dem selben Beamten wieder geführt werden, der sich damals alles so blauäugig erklären konnte, eine Entscheidung ist, die die Suche nach Aufklärung und Justicia unterminiert. Und, dass diese Entscheidung auch noch von der Staatsanwaltschaft in Wiesbaden verteidigt wird, was soll man dazu noch sage?  Soll man sich mit solchen Benehmen als jüdischer Mensch, oder Mitglied anderer Minderheiten in Hessen noch sicher fühlen, kann man sich darauf verlassen, dass potentielle Hasskriminalität in Wiesbaden aufgedeckt wird?

In Großbritannien hätte man nach Stephen Lawrence, längst eine Untersuchung der unabhängigen polizeilichen Beschwerdebehörde gehabt, und in einem Fall wie Jeremiah Duggan, wohl eine öffentliche Findungkommision ausgerufen, über welche dann ein Richter verfügt, mit voller Machtbefugnis Zeugen zu verhören, sowie die Weisheit der polizeilichen Ermittlungen und Entscheidungen in Frage zu stellen.

Als man feststellte, dass in England die Polizei beim Stephen Lawrence Fall nicht richtig nachforschte, ja sogar das Opfer und seine Familie selber für seine Ermordung verdächtigt wurde, wurde es zum Präzedenzfall institutionellen Rassismus innerhalb der Metropolitan Police in London. Wer bei der Sachlage wie bei Jeremiah Duggan keine allumfassende Untersuchung durchführt, der ist rassistischen Verbrechen gegenüber unaufgeklärt, und das ist ein Zustand, der im heutigen Europa, nicht zu sprechen von der Behörde einer deutschen Großstadt, vor allen Dingen im Hintergrund der Erfahrungen des dritten Reiches,  in keiner polizeiliche Dienststelle, und Staatsanwaltschaft mehr existieren darf.

Das Schiller-Institut wird wohl im Namen der Demokratie toleriert (auch wenn sie Holocaustleugner als Gäste einladen), doch es ist Aufgabe des demokratischen Staates zu verhindern, dass die Freiheit einer rechtsextremen Gruppe nicht das Leben anderer schädigt. Gerade in Deutschland

Link: Justice for Jeremiah justiceforjeremiah.yolasite.com/