Meine beiden Bücher

Soll sein Schulem I: Zores
und
Soll sein Schulem II, Faroys!
sind nun im Buchhandel erhältlich
oder direkt vom Verlag (BoD):
Rezession:

Daniel Zylbersztajn-Lewandowski hat akribisch recherchiert, um die Geschichte der jüdischen Vorfahren beider Elternteile bis einschließlich des Holocaust nachzuzeichnen. Wir erfahren von zwei sehr unterschiedlichen Familien: der wohlhabenden deutschen Familie, die eine Ladenkette betrieb, und dem vergleichsweise bescheidenen polnischen Zweig, Menschen, die als Lederarbeiter in einer kleinen polnischen Stadt lebten. Einige überlebten den Holocaust nur knapp, die meisten jedoch nicht. Besonders bewegend ist die Geschichte, wie sein Vater die grausamen Arbeitslager überlebte und im letzten Moment dem Tod entkam.
Vorallem im zweiten Buch setzt Daniel die Erzählung nach dem Zweiten Weltkrieg fort, als sich seine Eltern in München kennenlernten, heirateten und schließlich Daniel geboren wurde. Er schildert die Auswirkungen des Traumas seiner Eltern auf ihr weiteres Leben und ihre Entscheidungen und wie Daniel als Überlebender der zweiten Generation von Traumata betroffen war. Besonders interessant war es zu erfahren, wie das Leben für die wenigen Juden aussah, die in Deutschland blieben oder dorthin zurückkehrten, in einer Atmosphäre, in der Antisemitismus zwar offiziell verpönt, aber weiterhin präsent war.
Ich fand es besonders ergreifend, dass Daniel und sein Vater kein enges Verhältnis zueinander aufbauen konnten und sich schließlich entfremdeten, offenbar aufgrund des unverarbeiteten Traumas seines Vaters. Nach der Lektüre des zweiten Buches berührte es mich sehr, dass Daniel dennoch die Geschichte seines Vaters fast wie einen posthumen Akt der Liebe und des Verständnisses, ja sogar als Andenken, niederschreiben konnte. Interessant war auch zu erfahren, wie Daniel von einer speziellen Therapie für Angehörige der zweiten Generation von Überlebenden und Menschen mit PTBS profitierte.
Das zweite Buch handelt auch von Daniels politischem Werdegang und den Auswirkungen der Auseinandersetzung mit verschiedenen Aspekten seiner eigenen Identität – jüdisch, deutsch, zionistisch, später britischer Staatsbürger. Daniel hat selbst immer wieder antisemitische Übergriffe, darunter auch Gewalt, erlebt, sowohl in Deutschland als auch später in Großbritannien. Verheiratet mit einer Woman of Colour , die ebenfalls schwere rassistische Übergriffe erlitten hat, und engagiert er sich für die palästinensische Sache im Rahmen der israelischen Friedensbewegung, bemüht er sich in seinen Schriften und seiner journalistischen Arbeit stets, offen für die Meinungen anderer zu sein, selbst wenn er anderer Ansicht ist. Die Welt wäre ein weitaus besserer Ort, wenn mehr Menschen in der Lage wären, aus schmerzhaften Erfahrungen mit einer solchen Einstellung hervorzugehen.“
Aus dem Englischen übersetzt Hazel Seidel (verfiziert) amazon.co.uk
Berichte: taz: Soll sein Schulem: Vor und nach dem 7. Oktober. taz.de

taz: Holocaustüberlebende beim FC Bayern


Talks:
30. Juni. 2025, 19.00 taz Kantine Berlin,


7 Mai .2025 Koki, Freiburg

6. März 2025, München Bellevue di Monaco

Podcast:
Gast bei Anti Semitisch, 20 Januar 2026
Instagram (Deutsch/German):
https://www.instagram.com/sollseinschulem/
The German edition of s “Zol Zajn Shulem” are now available in German, Soll sein Schulem
The English translation is currently being worked on. There is a crowdfund to hel with the costs here:
https://www.gofundme.com/f/help-zol-zayn-shulem-published-in-english
Es gibt auch eine begleitende Spotify und Tidal Playliste:


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