“Unsere Europäische Art”

Wenn Ursula von der Leyen von der „europäischen Art zu leben“ entgegen Johnson spricht (1), benutzt sie ausgrenzendes Vokabular, dass nicht besser als das der Brexit Front ist, wo mit der Floskel des „our British Way of Life“ – unserer britischen Lebensart –  gleichfalls argumentiert wird.  Wer sich so wie von der Leyen positioniert, definiert die EU als selbstgerechtes Bündnis welches so, mit dem Wort „unsere“ klar anderen Regionen und Ländern gegenüber ausschließt und das Wohl der Zivilisation prinzipiell für sich behauptet. Ich bin für Großbritannien in der EU, dass bedeutet aber noch lange nicht, dass derartiges Gelabere von der angeblichen „europäischen Lebensart“  entgegen andere Regionen der Welt, Gültigkeit hat. Wer zu stark auf „unser Europa“ pocht darf nicht vergessen  was „unsere Lebensart“  bedeutet, wenn Europa als Konsument von Gütern und Ressourcen betrachtet wird und kollektiv mit den von europäischen Staaten verursachten historischen Katastrophen und Kriegen, Genoziden, dem Kolonialismus, der Sklaverei, der Welteroberung-und-Bevormundung und der forcierten Missionierung, dem Holocaust und dem ehemaligen und heutigen Menschenhandel. Großbritannien mag durchaus tiefer in seine absichtlichen Übersehen blicken müssen, sich entkolonialisieren, damit das Empire Denken sich beruhigt, aber jene die zu laut Europa schreien, sollten dies ebenfalls tun. Neben dem nächsten „europäischen Cappuccino im mediterranen Cafe mit Meerblick schwimmen Leichen von Menschen über bereits seit Jahrzehnten und Jahrhunderten versunkenen Skeletten, deren aller Präsenz auch die „Lebensart Europas“ mitdefinieren. Nur aus diesen Erfahrungen darf das Gelübde zur angeblichen „europäischen“ Toleranz, der Gerechtigkeit Gleichberechtigung, Solidarität und Menschenrechte verstanden werden.

Das Potential ist in Euch

Danke an die 50% Österreicher die anders denken. Unsere Familie wird sich dennoch genau überlegen müssen, ob wir bei Euch Urlaub machen wollen. Wird sind verletzbar, und identifizierbar und werden uns nicht absichtlich ins Nest der Hornissen setzten, nicht in Österreich, noch sonst wo. Diese Blamage ist für Menschen wie uns mehr als ein politisches Thema. Es ist eine Frage unserer persönlichen Sicherheit. Für uns wird die Welt immer kleiner, dass das so nach alledem was 1933-1945 geschah nicht nur in Österreich so ist, ist nichts anderes als ein totales Versagen auf multilateraler Ebene. Die Tatsache, dass im Irak und Syrien Bestialisches geschieht (und das nicht ohne Kontext), dass einige verwirrte Todesapostel in ihrem Namen auch in zumal Europa wüten, ist keine Entschuldigung sich selber auf den gleichen Weg zur engstirnigen Ideologie zu machen. Der Marsch nach Rechts ist kein Weg zur Defensive, sondern der Weg in die faschistische Hölle. Nein wirklich! Dass nicht muslimische Europäer das gleiche Potential zu grauenhaften Massenmord und zur Folter haben und ihr durch Gruppen wie PEGIDA so hoch gebürsteter christlicher Glaube (viele derer, die da in Europa schreien, haben ohnehin seit Jahren keine Kirche von Innen gesehen, denn die rufen vielmals zur Menschenliebe auf), wie es derzeit in manchen Regionen fanatische Menschen unter schwarzer Flagge tun, wird oft einfach zur Seite geschoben, als sei es so lang her, und undenkbar hier im zivilisierten Europa. Dabei waren es noch die Großeltern die dabei waren, mordeten, Heil Hitler schrien und sich dabei ganz groß und wichtig vorkamen. Sie waren nichts Besseres und sind es bis heute nicht.

Brexit sentiments are not “the genuine fears of hard working people!”

Half of Brits, according to latest polls, want to leave the EU. I shall not stay here, when the country crumbles to pieces and human rights get cut the way social services are cut at present. The problem is that both Tories and Labour bent down for too long to populist sensationalist ethnocentric phobia on the excuse that these expressions were “genuine fears of hard working people.” They are not! They are the misguided scapegoating of immigrants and the EU for the sell out of this country and all its inequalities from top down over centuries and decades. Does it hurt too much to point fingers at fine distinguised people just because of their position and because they are also Brits and above all English, or is it an inability to do so, because somehow the state of order here is accepted and people feel it is easier to blame outsiders? That attitude we know has amongst others let to decades of whitewashing of sexual abuse cases. You could not possibly blame the homegrown privileged, could you? But there is hope. Once Britain closes itself off, it will have to find new victims to blame. Perhaps this would induce a closer look at how power is divided here, given not by merit, but mostly by innate or economic advantage.