Which Scotch, please? | Welchen Scotch, bitte?

Springbank Brennerei (c) Springbank

Springbank Brennerei (c) Springbank

In der Taz erschien am 18.9.2014 dieser Text http://taz.de/Referendum-in-Schottland/!146204/

Es war aber eine gekürzte Version, die sich nur mit dem Whisky befasste.   Hier der ganze Text, der weiteres über die Exporte nach Deutschland besagt und die Geschäftsleute hinter den Produkten.

In Taz a text from this long feature today online.  The only deals with the export of whisky to Germany.  However in this long and full version you can read more about the businesses behind the products exported from Scotland to Germany.

Referendum Schottland: Welchen Scotch, bitte?

Schottische Geschäftsinteressen im Split.

Aus London, Daniel Zylbersztajn

Ist Schottland unabhängig besser oder nicht? In der britischen Presse diskutierten bis heute, dem Stichtag,  besonders viele Geschäftsstimmen diese Frage. Da sagte beispielsweise der englische Exchef des britischen Supermarktgiganten Sainsbury, Justin King, man werde die Kosten für eine Umstrukturierung im Falle eines Yes, an die Kunden weitergeben. Der Gründer des in Schottland verwurzelten multinationalen Transportunternehmens Stagecoach, Sir Brian Souter, hingegen unterstützt das Referendum offen. Die Ängste der Geschäftswelt seien überspitzt, erklärte er der BBC, denn viele in der Businesswelt fürchten viel mehr die Gefahr eines Austritts ganz Großbritanniens aus der EU“.

Kritiker mögen sagen, der Schotte Souter trank sich aus nationalistischen Interessen extra Mut zu das zu sagen, vielleicht sogar mit einem Gläschen echten Scotch Whisky. Aber auch um jenes Hauptexportprodukt Schottlands herrscht eine rege Referendumsdebatte. So verkündete die Schottische Whiskyvereinigung selber, dass ein Ja, aufgrund der Ungewissheit der schottischen Währung und die nicht garantierte spätere EU Mitgliedschaft Schottlands, Schaden anrichten würde.

Das mag letztendlich auch Deutsche interessieren, denn auch nach Deutschland wird schottischer Whisky exportiert. 2012 wurden Getränke und Nahrungsmittel im Wert von € 295 Mio. aus Schottland in die Bundesrepublik importiert (globaler Exportwert €5.27 Mrd.). Insgesamt kommen in Deutschland Waren im Wert von € 1.9 Milliarden aus Schottland an (globaler Export Schottlands € 30 Mrd.), allen voran sind es Großhandel und Textilwaren (€ 364 Mio.), gefolgt von Produkten des Elektro und Maschinenbereich (€ 345 Mio.).

Die Stellung der schottischen Whiskyvereinigung gegen die Unabhängigkeit, kommt aber nicht überraschend. Viele der großen Marken gehören schon lange nicht mehr den eigentlichen schottischen Whiskybrennereien selber. Johnnie Walker, die populärste schottische Whiskymarke, gehört beispielsweise zusammen mit J&B, der Diageo Gruppe, die aus einem Zusammenschluss der irischen Guinnessbrauerei und dem englischen Immobilienmogul Grand Metropolitan entstanden ist. Somit liegt das Interesse an eine Beibehaltung der Union auf der Hand. Auch bei den beliebten Whiskymarken Ballantine, Glenlivet und Chivas Regal sieht es nicht anders aus, denn hinter diesen Malts steht der globale Getränkegigant Pernod Recard, der mit heiteren Tropfen aus weiter Welt ein Milliardengeschäft führt. Eine Handvoll unabhängiger schottischer Whiskybrennereien gibt es aber dennoch. Sieht man dort das Referendum positiver?

Bei Springbank, einer dieser wenigen Brennereien, prophezeit Exportleiter Ranald Watson keinerlei Probleme im Falle der Unabhängigkeit Schottlands. „Sie ist gut für Schottland, weil die Interessen viel direkter vertreten werden”, deklariert er und betont, dass Springbank einer der 200 Firmen ist, die sich vollkommen offen für ein Ja ausgesprochen hätten. „Wir werden auch mit einem Ja unsere Kunden behalten können, ein Problem ist das höchstens für große Investoren, weil sie keine Veränderungen mögen”, meint er. Mir einer jährlichen Wachstumsrate von 10 Prozent, und 66 Angestellten gibt er sich selbstsicher. 10 Prozent der Springbankexporte landen auch in Deutschland.

Aber laut Michaela Tünnermann, der Geschäftsführerin des deutschen Whiskyspezialgeschäfts Whiskybotschaft GmbH, ist es nicht ganz so einfach, denn beim Alkohol gelten zum Teil länderspezifische Regelungen, wie die Alkoholsteuer. „Sollten bei einer Unabhängigkeit ohne EU-Mitgliedschaft Importzölle hinzukommen, würde es die Preise nach oben treiben“, schätzt Tünnerman. Treffen würde das ihrer Meinung nach besonders die Standardware zwischen 25 und 95 Euro treffen, da hier der Anteil der Steuern proportional höher liege. „Bei Raritäten und Sondereditionen, die im Preissegment von einigen Hundert Euro oder mehr angesiedelt sind, spielt dies aber nur eine untergeordnete Rolle, zumal solche Flaschen oftmals auch Sammlerobjekte oder Wertanlagen darstellen”, erläutert die Whiskyexpertin.

Das team von Scottoiler.  (c) Scottoler

Das team von Scottoiler. (c) Scottoler

Aber auch in anderen Sektoren kann man durchaus Stimmen hören, die mit der potenziellen Unabhängigkeit weniger Probleme haben. Scottoiler ist eine unter Motorradfahrern bekannte Marke. Die Firma entwickelt mit ihren 16 Angestellten automatische Kettenschmiersysteme. 60 Prozent ihres € 1.26 Mio. Umsatzes entsteht durch Exportprodukte, von welchen, mit BMW als Stammkunde, ganze 43 Prozent nach Deutschland gehen. Verkaufsmanager Kevin Rooney gibt sich deshalb zuversichtlich. Die Unabhängigkeit könnte mit freundlichen Steuergesetzten, sogar Vorzüge haben“, hofft er. „Wenn überhaupt wird, es nur kurz wehtun“, so Rooney. Ein zeitbegrenzter Austritt aus der EU oder auch das Fehlen einer Währungsunion sei kaum problematisch, denn man könne ja in jeder beliebigen Währung handeln, auch jetzt tun sie das schon in Euro.

Rosemary Eribe. (c) Eribe

Rosemary Eribe. (c) Eribe

Das meint auch Rosemary Eribė und sieht sich somit keineswegs besorgt. Die Gründerin und Geschäftsführerin der erfolgreichen Strickwarenfirma ERIBÉ, welche mit einem jährlichen Umsatz von 1.1 Mio., 13 Festangestellte und 240 Strickerinnen unterhält, suggeriert sogar, dass ein schlecht stehendes Pfund gut für ihre Exporte sei. Deutschland ist der zweitstärkste Abnehmer ihrer Produkte. Gerade ihre deutschen Kunden würden ihr raten, Ja zu stimmen, weil Schottland dann näher zur EU stehen würde“. „England will mit seiner Einwanderungsphobie aus der EU raus, während Schottland stattdessen mehr Einwander braucht und gerne in der EU ist“, gibt Eribė weiter an. Initiativen des Schottischen Regionalparliaments hätten der Firma gut getan, zum Beispiel gemeinsame Handelsmissionen mit anderen schottischen Firmen.

Aber schottische GeschäftsinhaberInnen stehen keineswegs einstimmig zum Thema Unabhängigkeit.

Ivor Tiefenbrun, den Gründer der Hi-Fi Edelmarke Linn und Hersteller des Kultplattenspielers Linn LP12, mit einem derzeitigen Jahresumsatz von € 20 Mio. und 175 Angestellten, verblüfft der Drang anderer nach Unabhängigkeit. Schottland hat so oder so schon verloren”, schimpft er, denn selbst bei

Ivor Tiefenbrun, Gründer von Linn

Ivor Tiefenbrun, Gründer von Linn

einem Nein seien die Konzessionen bereits jetzt viel zu weit gegangen. Mit Kunden in England und dem Vereinigte Königreich als Hauptabnehmer, will Tiefenbrun wissen, warum man ausgerechnet die größten Abnehmer schottischer Produkte verärgern möchte, und obendrauf neue Steuersysteme und Zahlungssysteme oder eine Reduzierung der kommerziellen Aktivitäten und des Tourismus in Kauf nehmen möchte und frägt weiter: „Kann mir jemand bitte konkrete wirtschaftliche Vorteile nennen, die all diese möglichen Nachteile zur Seite schieben?“ Den Leuten werde der Mund süß geredet, ohne dass irgendwelche konkrete Fakten auf den Tisch gelegt werden, meint Tiefenbrun, der sich einst als Wahlkandidat für die Konservativen versuchte. Er hat aber auch eine ganz persönliche Furcht, denn sein Vater flüchtete einst mit dem Kindertransport nach Großbritannien. Deshalb warnt er: „Das Bündnis zwischen Links und Nationalismus, wie es die Schottische Nationalpartei (SNP) demonstriert, ist mir suspekt“. 

Auch viele große Banken und Finanzinstitute wie Lloyds, HSBC und Standard Life bleiben der Frage der Unabhängigkeit gegenüber weiterhin skeptisch eingestellt und nutzen ihre Macht, um Wähler zu beeinflussen, denn am Ende wird es die schottische Bevölkerung selber sein, die sich am Donnerstag entscheiden muss, ob sie in der Union bleiben will oder nicht. Eine Mitarbeiterin ERIBÉs erklärte, in Schottland sei das Referendumfieber ausgebrochen.

Da mag nur eins helfen, Scotch! Nur welcher? Der Globale oder der Unabhängige?

 

(Zahlen Angaben Schottische Regierung, FT)

The incomplete struggle for self-determination.

English: Nelson Mandela in Johannesburg, Gaute...

English: Nelson Mandela in Johannesburg, Gauteng, on 13 May 1998 (Photo credit: Wikipedia)

Freedom was bitterly fought over in South Africa.   It was not just the last episode that most seem to remember about the late Nelson Mandela.  There were assassinations, bombs, murder and much blood shed against the oppressive Apartheid regime of South Africa based on implicit European dominance.  In fact Mandela himself was linked with the armed wing of the ANC Umkhonto we Sizwe (Spear of the Nation).

“Self-management? Not in a 1000 years!”

The South African friend of a family in Kensington where I once worked as a child minder in my student years in 1992 expressed Apartheid best.  The very wealthy man (as was the family whose son I looked after who also came from “Rhodesia” and South Africa)  told me “confidentially” over the kitchen table, how black South Africans needed the Europeans.  “It was their luck to be enslaved, as they would not have the capacity to rule themselves, not in a 1000 years,” he claimed.  “Just look at the rest of Africa,” he stated, as if that was evidence.  The left over of years of colonialism and neo-colonialism and consequent bad political leadership used (not infrequently by many others) as evidence that Africans were after all inferior for tolerating such conditions.

Once Mandela was free, there was no reason why South Africa could not have become another Zimbabwe, by that I do not just mean the total fight of all to do with European legacy, but also the eventual inward self-destruction. Once you win over your enemy the attention frequently goes inwards.  They would have had any right to go down that route. In choosing not to Mandela  in the end abrogated his entitlement to full justice and settling instead for peace.  Of course peace is relative  It is not what Hippies thought of as the flowery union of embracing people, but much rather the absence of overt conflict.  Mandela together with Archbishop Tutu chose not just peace but also truth over justice, through the famous truth and reconciliation commission.

A saint?

It is worth remembering that it was this, along with his endurance in captivity that made him what some called a saint.  Most sympathetically, he was of course most human, as his so public struggle with his Winnie and other family relatives showed amongst others.  And humans die, although he was blessed long many years of healthy and active retirement in which he sought to inspire the world through his story. That too must be remembered, it was not about him, it was also about thanking those who helped South Africa become free  and to inspire anyone to politically engage in the future.  When people put up statues of Mandela, for many the only African politician they know, he resembles a symbol of the fight for freedom and self-determination.  The statutes and words of praise, invitations and speeches later came easier than open support in the years where it was most needed.  That important political players were supporting Apartheid over many decades is however historical fact.

But South Africa is not all free.  Inequality is still an issue in modern South Africa, from industrial and environmental exploitation and continued rich in the face of large poverty to the hate of migrants.  But  neither is the continent of Africa as a whole free.  Above all global economic interests along with extremely bad political leaders who do not lead and who do not distribute whatever resources are yielded to the benefit of all keep many parts in conflict and chains of poverty. Instead of being freed from the European, USSR and American legacies, the continent is now sold also to Chinese interests and borders that were only meant to divide Africa into chunks European powers could distribute amongst them (with some borders continuing to be as straight as the rulers that drew them) continue to be countries.  Development organisations upkeep dependency in many places, doing the jobs that governments ought to take themselves. Extreme militant and well armed Islamic movements, just as alien to most of African history as some of the version of Christianity that were imported as the excuse for colonisation and enslavement, are ravaging large areas.  As if all that was not enough huge terrorising and well armed drug cartels have left Latin America and the Caribbean and invaded huge pockets on both the Western and and Eastern coasts.

The struggle continues:

The struggle for self-determination is certainly not over. But in the end it is not just a battle  at home, but part of the obligation for democratic accountability and ethical industrial behaviour wherever we live, including how we make politicians and industry and corporates accountable in how we choose or vote.

Voting, political engagement, and being a consumer are not accidental givens, they are obligations and not to be taken lightly.

 

(c) Daniel Zylbersztajn 2013

Daniel Zylbersztajn studied Politics  of Africa and Third World History at SOAS, London between 1991-1995, and researched several years  a non finished phD an Black and Jewish militants and violence as method of resistance.

Only Autobahn with Autogas? Car manufacturers fail to run LPG in the UK, but in Germany amongst the greenest drives says environmental group.

2011 Volkswagen Eco up! (01)

2011 Volkswagen Eco up! (01) (Photo credit: Georg Sander (GS1311))

Only Autobahn with Autogas?

LPG is currently greener than petrol says a German environmental lobby group, but car manufacturers dumped the UK for this technology.Report by Daniel Zylbersztajn,
ALL RIGHTS RESERVED CO (2013)
THIS ARTICLE IS AVAILABLE FOR REPRINTING AND REPUBLICATION
BUT AUTHORS PERMISSION MUST BE SOUGHT!
 
 
 
LPG, Liquid Petroleum Gas powered cars can save their owners a lot of costs on fuel, but they seem to have become rather rare in the UK. This is because vehicles that run on LPG are no longer sold directly through car manufacturers in the UK. The only alternative is to convert a petrol run car privately.
 
This differs from the situation in countries like Germany and Italy. Not only are new LPG-powered vehicles sold there straight from factory, but LPG has recently been praised by the German environmental think-tank VCD (Verkehrsclub Deutschland e.V. ) that lobbies on ecological transport policy.Every year VCD sets up a rank-table of the most environmentally sound cars. This year they elected three LPG-powered models by the Volkswagen Group as their shared 2013 /2014 annual winners, alongside another winner the hybrid Toyota Prius. This is because the models VW Eco Up!, Seat Mii Ecofuel, and Skoda Citigo Green tec – all not sold in the UK – have a CO2 rating of only 79mg /per kilometre. That is very low compared, to most other carbon fuelled vehicles, unless they are hybrids or electric.
 
The VW-Group states that the reason why they do not sell these cars in the U.K, is because of an insufficient fuelling infrastructure in Britain. But the government disagrees. The Department of Transport (DfT) issued a statement insisting that Britain has a core infrastructure in place to ensure motorists are within easy reach of a filling station that stocks LPG. They further highlight that LPG continues to enjoy favourable duty rates.

Mike Chapman a spokesperson and manager of the British LPG trade association UK-LPG agrees with the DfT. He says that as far as he knows, the amount of LPG fuelling stations per area are in fact higher than in other European countries. Instead Chapman reckons that the reasons for the VW-Group and others to keep LPG vehicles off Great Britain’s roads are due to the UK being a rather small market compared to other European countries, and crucially he adds because the reduced fuel duty on LPG is no longer fixed and guaranteed for longer periods. UK-LPG concludes that the net-effect of this is that car manufacturers see Britain as a country too risky for LPG-powered cars, because they would have to invest in the re-fitting of garages and training of staff in LPG-technology. “The situation is however absurd,!” complains Chapman.

 
“You have LPG powered cars, like a model by Ford manufactured in the UK, only to bypass the British market and to be directly exported to continental Europe.”
 
In ‘efficient Germany’ on the other hand LPG has become very popular, especially amongst those who rely heavily on cars or amongst businesses who own a fleet. The main factor for this popularity is not environmentally driven, but due to economics. LPG, which also enjoys a reduced fuel duty in Germany yields huge savings on fuel spending, compared to any of the conventional fuels available such as diesel or petrol.As to LPGs environmental credentials, which made the VW-Group’s three cars winners of the VCD’s league table, Anja Smetanin, the VCD spokeswoman explains, that what really turns it around for LPG in terms of its environmental impact, is, that “toxic small particle emissions are hardly an issue here”.VCD advises, that LPG is currently preferable to Benzine, because exhaust filter systems that will limit Benzine’s pollutants are only coming into place by September 2014, along with the forthcoming Euro 6 emission norm. Up until now, Benzine-powered cars did not require, unlike cars with Diesel engines, sophisticated exhaust filters that significantly reduce cancer causing air-borne pollutants.

With LPG, they say, there is always an approximate 10% percent reduction of C02 and a reduction of the highly carcinogenic Arene (aromatic hydrocarbon), compared to benzine driven cars. But at the same time VCD admits, that the benefits are not completely straightforward as the advantages only telly up against petrol driven cars. Compared with Diesel and CNG-powered (natural gas) cars, LPG actually yields higher CO2 emissions. However VW produces the same vehicles with any gas, be they LPG, or the stated cleaner CNG and Biogas (ethanol) engines, the later being regarded by some as environmentally deficient, because Biogas crops compete with food crops.

Still, even compared to most Diesel-powered engines the new VW-Group LPG engines are low in CO2 by any means, with their 79 mg / km emissions, except for London, where they fail the test of newer strict CO2 limits for any exemption on the congestion charge in London, set to a maximum level of 75mg/km, which would make less interesting to fleet owners there and keeps electric and hybrid engines ahead of the game.

But VCD say that in spite of the zero emission advantage electric cars have, they currently do not, and they emphasize the word ‘yet’, advise customers to go mad on electric cars. Says Anja Smetanin in Berlin:

Electric cars are still too expensive and their reach is still too limited. We also find the data given about them quite unreliable, as the energy consumption rises hugely in the cold months, with a much reduced reach as a consequence.”

So for the time being VCD give LPG the green light, and they add “ this counts as long as the production of LPG does not involve any fracking, which remains forbidden in Germany due to what they say is its negative environmental impact.”

 

Last month London was hosting the World LPG Forum. The retailer Autogas (co-owned by Calor and Shell) was busy to attempt to promote the environmental credentials. But it remains to be seen if this had a favourable effect for the reintroduction of the technology in new cars in Britain. Fleet owners, curious to take on the advantage of promised savings, will be watching developments carefully.

Terror in London: Balance der Risikofaktoren. Verdacht auf unbehandeltes Trauma. | Terror in London. Possible untreated PTSD in killers of Woolwich say experts

Terror in London: Balance der Risikofaktoren.

(c) 2013 Zylbersztajn, Alle rechte Vorbehalten, (C) 2013 All Rights Reserved

Verdacht auf unbehandeltes Trauma bei Attentätern sagen forensische Experten.

Das Video Michael Adebolajos in der er vor der Handykamera mit Blut verschmierten Händen eine Aussage macht, wurde weltweit gesehen. Aber zu welchen Folgerungen kommen Experten in der forensischen Psychologie hierzu?

Dieser Bericht wurde in den Medien nicht veröffentlicht. Ich würde mich darüber freuen von Lesern zu hören wie nützlich sie diese Interviews aber fanden.  Bitte hinterlassen Sie deshalb einen Kommentar am Ende.

ENGLISH:

Terror in London.  Possible untreated trauma of  murderers could possibly have led to the murder of Lee Rigby say experts.

After the Woolwich murder of Lee Rigby I interviewed two foresic psychologists, leaders in their field,  about the “bloody hands video” that circulated arund the world.  An unusual and interesting and informative assessment of the psychology of those who murdered the soldier Drummer Lee Rigby.

Use googletranslate or similar to get a reasonable English translation (simply put the entire link http://wp.me/p2dMvS-Al  inside.

© DANIEL ZYLBERSZTAJN  2013 Terror in London: Balance der Risikofaktoren.

Verdacht auf unbehandeltes Trauma bei Attentätern sagen forensische Experten

Das Video Michael Adebolajos in der er vor der Handykamera mit Blut verschmierten Händen eine Aussage macht wurde weltweit gesehen. Aber zu welchen Folgerungen kommen Experten in der forensischen Psychologie hierzu?

Daniel Zylbersztajn befragte zwei Experten in menschlicher Gewalt.. Dr. Claire Lee ist Expertin in Kriminalitätsentwicklung, Entscheidungsvorgängen am Tatort, und Persönlichkeitsstörungen. Sie arbeitet an der Universität Portsmouth im internationalen Forschungszentrum für forensische Psychologie. Dr. Jeff Victoroff ist ein Arzt und Professor für klinische Neurologie und Psychiatrie an der Universität von Südkalifornien. Seine Spezialisierung liegt bei menschlicher Aggression, der Psychologie von Terroristen und Selbstmordattentäterin und er ist Mitglied vieler internationaler Gremien über Terrorismus und Aggression unter anderem für die NATO und die Vereinten Nationen.

Daniel Zylbersztajn: Wie würden Sie die Aussagen von Michael Adebolajo vor einer Handykamera auslegen, nachdem er gerade den britischen Soldaten Lee Rigby auf offener Straße brutal zerhackt hatte. Er entschuldigt sich sogar, dass Frauen dies sehen mussten. Liegt hier etwa eine mentale Erkrankung vor?

Nee: Es ist ein Beispiel von Radikalisierung, im Gegensatz zu einer mentalen Störung, weil es ihm möglich ist, sein Verhalten in dieser Extremsituation zu erklären und zu rechtfertigen.

Victoroff: Genaues kann man aus dem Video nicht schließen. Adebolajo zeigt in dem Video weder Anzeichen, die auf Wahn, interne Dränge oder schizophrene Störungen deuten lassen, aber man kann es nicht ausschließen. Auch ist der Grad seiner Erregung ist eher untypisch für eine starke Depression. Die relativ deutliche Rede und der stabiler Stand und Gang machen auch einen Rausch, wie durch Alkohol, unwahrscheinlich. Was seine Entschuldigung gegenüber Frauen betrifft, ist es schwer zu beurteilen, ob es eher was mit seinem Temperament, seiner Erziehung, oder kulturell Gelerntem zu tun hat, oder ob er in der Tat ein kleines bisschen Reue zeigt. Es können aber auch derartige psychodynamischer Faktoren vorliegen, für die man fünf Jahre Untersuchung braucht, um sie zu entdecken.

Daniel Zylbersztajn: Sie sagen er erklärt seine Tat mit relative Klarheit. Ein Akt eines rationell denkenden Terroristen also?

Victoroff:Nach meinem besten Wissen ist Rationalität keine menschliche Eigenschaft. Sie meinen eher das Fehlen einer starken Denkstörung, so wie etwa ein Wahn? Aber Sie sollten beachten, dass Menschen die nicht an einer mentalen Krankheit leiden, dennoch nach Schemen unzähliger bewusster und emotionaler Neigung handeln. Nimmt man die Rede Adebolajos buchstäblich, dann kann sein emotionales Motiv für seine Gewalttat zu begehen, eine Kombination der folgenden vier Szenarien sein:

Eine Reaktion auf echte Vorkommnisse, vor allem die nicht-islamische westliche Militärbesetzung auf hauptsächlich islamisch bewohnten Boden

Die Art wie durch seine eigene Persönlichkeit diese Ereignisse interpretiert und gefühlt werden. Zum Beispiel alles in „schwarz-weiß“ zu sehen, was ganz typisch bei Fundamentalisten ist und die Wahrnehmungsflexibilität mindert.

Einflüsse von Personen die ihm als wichtig und gebührend erscheinen, wie zum Beispiel bestimmte Imame.

Ein Auslöser aufgrund einer persönlichen Verletzung oder Demütigung, und welche er seinen politischen Feinden zuspielt, oder so irrelevant ist, wie der Abbruch einer Beziehung, also ein Racheakt oder eine verlagerter Wut.

Daniel Zylbersztajn: Adebolajo befand sich aber nach Aussagen der englischen Medien seit mindestens sechs Jahren im Zirkel militanter islamischer Randgruppen. Ist so eine Assoziation auch genug, um einen Menschen zu solchen Gewaltakten zu bewegen, oder bedarf es dazu gewisser psychologischer Schwächen?

Nee: Je mehr Risikofaktoren bestehen, umso wahrscheinlicher ist das Ausgeliefertseins zur potenziellen Indoktrinierung. Zu solchen Faktoren gehören alle möglichen soziologischen und individuellen Faktoren. Zum Beispiel sind die soziologischen eine Abstammung von einer marginalisierten Gruppe, als auch ein versperrter Zugang zum Erziehungssystem, zu gesundheitlicher Verpflegung, oder zum Arbeitsmarkt. Das Erfahren von Rassismus und rassistischen Attacken, persönliche oder familiäre Traumata, Misshandlung, sowie das Fehlen von Respekt durch andere in Autoritätsstellungen gehören ebenfalls zu diesen Faktoren. Sie hinterlassen alle ein Gefühl der gesellschaftlichen Ausschließung. Wenn man zu diesen soziologischen Faktoren, individuelle Faktoren zieht, dann wird es wahrscheinlicher, dass sich jemand durch solche Bewegungen indoktrinieren lässt.

Daniel Zylbersztajn: Sie nannten auch individuellen Faktoren?

Nee: Zu individuellen Faktoren gehören Erinnerungen an traumatische Vorfälle, ein niedriges Selbstbewusstsein und eine Ausgesetztheit externer Kontrolle der Lebensumstände, sowie verschiedene Persönlichkeitsstörungen, sowie narzisstisches oder unsoziales Verhalten. Es ist also eher unwahrscheinlich, dass sich jemand solchen Bewegungen anschließen würde, ohne dass einige dieser Faktoren zutreffen.

Victoroff: Individuen haben viele Zugehörigkeiten, Schulkollegen, Religion, Familie oder ein Fußballverein. Irgendwann in Adebolajos Leben verstärkte sich sein Zugehörigkeitsgefühl mit denen, welche wütend auf das Benehmen des nicht-islamischen Westens sind, und zum Ausschluss aller anderen Zugehörigkeiten.

Daniel Zylbersztajn: Was sie da beide sagen, hört sich an, als ob nahezu jeder zum Terroristen gedrängt werden kann. Ihre genannten Faktoren sind ja bekannte Muster aus dem Leben vieler?

Fast jeder kann zum Terroristen gedrängt werden. Aber einige wissenschaftliche Beweise suggerieren, dass nur eine kleine Untergruppe sich tatsächlich bewaffnet und die Zivilbevölkerung angreift. Depression, angeborene Aggression, Verlustgefühle und posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) und eine Tendenz die Welt in Schwarz und Weiß zu sehen sind wohl die entscheidenden Faktoren, die jemanden dazu bringen politischen Beschwerden mit Gewaltakten zu beantworten, etwa eine Person unter Zehn oder gar hunderttausend Anderen, eher selten.

Nee: Es mag selten sein, aber immer mehr Menschen sind davon betroffen, und zwar in Gesellschaften auf der ganzen Welt. Der Grund ist die sich global ausgebreitete Rezession.

Daniel Zylbersztajn: Oh das ist ja Armut als einer der Hintergründe. Bei diesem Fall in London reden aber alle von Religion und Ethnizität?

Nee: Ich weiß nicht welche Entscheidungskriterien die Regierungsanalytiker benutzen, aber in den Medien liegt der Schwerpunkt wahrscheinlich zu oft nur bei Ethnizität.

Daniel Zylbersztajn: Es heisst, dass Adebolajo wahrscheinlich in Kenia vom dortigen Geheimdienst gefoltert worden ist, und dass man ihn auch mit sexueller Misshandlung gedroht hätte. Danach wurde er von den englischen Sicherheitskräften verfolgt. Er sei dadurch ein verschlossener Mann geworden, im Gegenteil zu vorher. Vom Mittäter Michael Adebowale wird gesagt, dass er miterleben musste, wie ein Freund aufgrund eines brutalen rassistischen Angriffs starb, bei dem auch er selber vom Täter verletzt worden war. Welchen Einfluss können solche Erlebnisse haben, ins besondere, wenn es schon ein vorheriges Interesse an militanten Bewegungen gab?

Nee: Wenn sich diese Tatsachen über die Folter und den miterlebten Mord als wahrhaft erweisen, besteht bei mir überhaupt kein Zweifel, dass solche Erfahrungen die beiden verletzlicher gemacht haben könnten, um durch radikalen Gruppen indoktriniert zu werden. Solche Erfahrungen sind aber traumatisch bedingt, im Gegensatz zu psychotischen mentalen Erkrankungen.

Victoroff: …und sie mögen auch Rache gegen die Leute suchen, von denen sie glauben dass sie die persönliche Verletzungen verantwortlich sind. PTBS stört die emotionale Regulierung und senkt die Schwellgrenze, bei der unproportionale Reaktionen provoziert werden können. Aber eine Komplikation von PTBS war auf alle Fälle kein Faktor beim Mord selber. Nichts im Video lässt darauf schließen, dass er bei der Tat in einem dissoziativen Zustand war.

Daniel Zylbersztajn: Wer kümmert sich denn in Großbritannien, um Menschen die Traumata erfahren haben?

Nee: Behandlungszentren im mentalen Bereich. Der Überweisung zu einer Behandlung geht über den Hausarzt. Aber diese Behandlungszentren sind in Großbritannien vollkommen überlastet. Es ist möglich, dass Tausende, niemals um Hilfe fragen, und gerade dann, wenn sie sich ohnehin von der Gesellschaft ausgeschlossen fühlen.

Daniel Zylbersztajn: Und hätte man den beiden helfen können? Sollten Fachkräfte im mentalen Gesundheitsbereich viel öfter mithelfen? Wenn die Effekte der traumatischen Erfahrungen in einer Therapie aufgearbeitet worden wären, dann wäre es weniger wahrscheinlich gewesen, dass Adebowale und Adebolaja ihre Missstände durch das Aufsuchen einer radikalen Gruppe gelöst hätten.

Victoroff: Aber echte mentale Erkrankung ist oft gar nicht vorhanden. Ich glaube nicht, dass eine erweiterte Überwachung durch Experten im Bereich der mentalen Gesundheit Terrorakte ernsthaft verringern würde.

Laut Aussagen einer englischen Sozialarbeiterin im mentalen Gesundheitsbereich gegenüber Daniel Zylbersztajn, ist mentale Gesundheitsversorgung für Menschen mit Migrationshintergrund ein offenes Minenfeld. Menschen mit Migrationshintergrund werden im Gegensatz zu anderen disproportional als chronisch mental krank diagnostiziert „und mit Drogen voll gestopft,“ oder überhaupt gar nicht aufgenommen. Psychotherapie für nicht chronische mentale Zustände wie PTBS ist eher eine rare Behandlung. Deshalb gibt es viel Misstrauen gegenüber diesem Sektor unter Migranten, und oft bestehen auch erhöhte Stigma bezüglich einer Diagnose mentaler Probleme und bezüglich der psychologischer Versorgung. Kürzungen in den Budgets der mentalen Gesundheitsversorgung in England aufgrund der Rezession haben diese Situation nur noch verschärft. Wie auch Nee bestätigte, viele Betroffene erhalten keinerlei Hilfe.
 © DANIEL ZYLBERSZTAJN  2013

 

D. Zylbersztajn: Ein Karton voller Liebe | A Box full of Love

A short true story that will revive your faith in people in great cities.
Eine wahre Geschichte die Ihren Glauben an das Gute von Menschen in Großstädten erneuern wird!

All Rights reserved! (C) 2012.  Contact author for publication rights!

Ein Karton voller Liebe A box full love of love.
Daniel Zylbersztajn (Taz – London)Berlin
Wenn man in London jemanden nach Hilfe fragt, muss man sich manchmal
wundern wenn überhaupt jemand stehen bleibt. Das alte System der
berüchtigten britischen Höflichkeit gibt es da nur noch selten. Meine
Frau und ich haben haben dazu eine Anekdote aus den 90ger Jahren, die
wir immer wieder erzählen. Eines Tages ging meine Frau um die Ecke zum
„Newsagent.“ – eine Variante dessen was in Deutschland als Kiosk
bezeichnet wird. Sie wollte, dass der Besitzer ihr „den Gefallen tut“
und 20 Pfund in zwei zehn Pfund Noten umtauscht. „Können sie mir bitte
einen Gefallen tun?, fragte sie. „There are no favours here in my shop!
– Hier in meinen Laden gibt es keine Gefälligkeiten!” brüllte der
Verkäufer meiner verblüfften Frau entgegen,  und setzte noch gleich
hinzu, „Ich versuche hier ein Geschäft zu führen, keine
Wohlfahrtseinrichtung, good bye!”Um so größer war meine Überraschung, als ich in Berlin-Friedrichshagen
zur Post ging. Die Geschichte fing eigentlich damit an, dass ein
ehemaliger Berliner Fahrradverkäufern bei dem ich vor Jahren ein Fahrrad
gekauft hatte, und dem ich kurz bei meinem 14-tägigen Berliner
Aufenthalt besuchte, aus seinem Keller ein nagelneues Hinterrad,
inklusive Gangschaltung holte (Wert fast  300 Euro), weil meines kaputt
war.   „Das kannst Du haben! Ich brauche es nicht mehr. Es steht nur im
Keller herum,“ sagte er.   Somit stellte sich die Frage, wie dieses Rad
jetzt nach London gebracht werden könnte, denn in den Koffer passte es
nicht. Ich verpackte es und ging in meinem englischen Tweetanzug zur
Post in Friedrichshagen, wo ich bei einem journalistischen Kollegen
untergekommen bin. Als ich an die Reihe kam, war das erste wonach mich
die Postangestellte  fragte, ob ich dieses Rad nicht in eine „Kartonage“
legen könnte, dann müsste man es nicht als Speergepäck verschicken.  Das
würde mir mehr als 20 Euro sparen. Dann bot sie mir auch gleich an,
das Rad kurz bei der Post zu lagern, umsonst, einfach so.    In London
hätte das keiner gemacht, da könnte ja auch eine Bombe drin sein, und
überhaupt eine Post ist kein Lagerhaus! In Friedrichshagen da half man
mir auch gleich mit Hinweisen, wo man denn so eine Kartonage bekommen
könnte:  Beim Supermarkt, beim Fernsehgeschäft hinter dem Marktplatz,
oder im Fahrradladen an der S-Bahn Station.Also hinterließ ich das Hinterrad und begab mich in den Fahrradladen.  Man schmiss mich nicht raus, aber am Vortag hätten sie
leider alle Kartons recycelt.  Danach ging ich ins Blumengeschäft, wieder war man nett und höflich, aber es gab keine passenden Kartons:
Dann noch das andere Fahrradgeschäft in der der Hauptstraße von Friedrichshagen.  Sie würden morgen eine große Lieferungen kriegen, einen Karton der richtigen Größe könne man mir gerne aufheben.   Eine Gefälligkeit, ohne was zurück zu erwarten, oder ohne sich über meine
Frage zu beschweren.  Nachdenklich begab ich mich zur Post, um das gelagerte Rad dort wieder abzuholen.  Ich hatte auch noch zwei
Postkarten mit Grüßen aus Berlin zu verschicken.  Ich bedankte mich bei
den Postangestellten, dass sie mir so nett geholfen hatten, und erklärte, dass dies in London nicht so selbstverständlich sei.  Sie
verstanden es nicht, es war eigentlich alles ganz normal für sie.  Wieso unnötig Geld verlieren?  Und hier ein Zettel mit den Massen und den
Preisen!  Später meinte die Frau meines Kollegen, dass normalerweise die
bei der Post gar nicht so nett sind.  Dann liegt es entweder an meinem Tweetanzug aus England, oder dass es Berliner gar nicht mehr merken,
dass sie eigentlich ganz freundlich zu einander sind, ungewöhnlich nett für einen Londoner zumindest.  Als ich am nächsten Tag den leeren Karton abholte, fand ich beim Verpacken einen Zettel darin.
Ich dachte es wäre von der vorherigen Sendung übriggebliebenen, dann las ich was da drauf stand: ” Ein bisschen groß, ihr Karton, aber mit viel Liebe kann man ihn auch kleiner machen.”

Das Rad ist jetzt auf seinen Weg nach London,und ich habe nicht nur 20 Euro gespart, sondern auch Güte und Hilfsbereitschaft erlebt die mir schon fast fremd war.

Morgen schicke ich noch ein zweites Päckchen nach London, es wird leer sein, nur mit Berliner Luft gefüllt. Die verteile ich dann nach Bedarf in London, damit die Leute sich
gegenseitig “Berliner” liebevolle Gefälligkeiten antun.

 

Seeking help in London can be a difficult task. You can call yourself lucky if somebody is prepared to stop their busy ways in order to help you with directions or anything else you might need. The famous British way of politesses and decency is now part of a by gone era. My wife and I have a little family anecdote about this. Some years ago my wife went into a local newsagent in order to ask the man behind the counter for a favour. She wanted a £20 Pound note changed into two £10 Pounds notes. Quite promptly the man replied to her with a forceful voice: “There are no favours here in my shop!” “I am trying to run a business here, not a charity, he added.Hence I was quite surprised when I made my way to the local Berlin-Friedrichshagen postal office. But lets start at the beginning. During a general short stay in Berlin I visited a former bicycle shop-owner in whose shop I had purchased a special bike some years ago. He and I had stayed in contact ever since. During the visit I told him that the rear wheel of that bike was currently undergoing repairs in London. Without asking, he informed me that he was going to give me a brand new wheel including the expensive hub gear system (worth about 300 Euro). “Don’t you worry, you can take it, because it is only taking up space in my cellar.” Having been on the receiving end of such unexpected kindness, my next task was how I would transport this huge wheel to London. For one, it wasn’t going to fit in my suitcase. So I bought some air bubble sheets and wrapping paper, safely wrapped it around the wheel, put my English tweet suit on and carried the wheel to the post office in Berlin-Frierichshagen, where I was staying with a journalist colleague. When it was my turn the assistant got straight to the point. “Sir,” she said. “Would it not be possible for you to insert the wheel into a cardboard box? It would save you over 20 Euros, because the way it looks now, it would have to be sent as an oversized bulky item!,” she explained. And then she offered to store the wheel inside the post office, whilst I would go outside to search for a suitable box. Try replicating this in London Royal Mail office, and they suspect a bomb or something, and tell you that they are not a public storage. Here in Berlin the lady not only stored the wheel, she proceeded giving me precise directions where I was to search for such empty boxes: The local supermarket, the TV-shop near the market, or the bicycle shop near the Friedrichshagen railway station.

I left my wheel and went on my mission to find that box. First I targeted the bicycle shop near the station. To my surprise I was not told off for asking, but the assistant politely regretted that he had recycled all left over boxes on the preceding day. So I tried the flower shop, but the boxes were to thin. Next was the other bicycle shop on Friedrichshagen’s main road. “You are lucky,” I was told. “Tommorow we get lots of deliveries. If you like we can keep you a an empty cardboard box!” A favour without demanding anything back, or having to moan about me asking. How rare was that in London. I went back to the post office to pick up my wheel and post two postcards. I thanked the postal assistants for their kind ways and helping me, but they seemed a little surprised. They only did what they would do to anyone, help you to not waste hard earned money. On top I was given a note with the permitted sizes and the rates to help me later. Later the wife of the colleague with whom I stayed argued that the postal officers are supposedly not always that nice. I could not help but thinking that perhaps it was my English tweet suit that made the difference. Perhaps it reminded people of that long forlorn style of English politeness? Or perhaps those who live in Berlin permanently fail to take notice of the good natured ways of their fellow local men and women in their expectation for nothing from anyone?

When I collected my box on the following day from the cycle shop I discovered a note at its bottom. I thought it had been left there, a remainder from its previous use, but I found it was directed at me. It read: “You may find that your box is a little large, but given a little bit of love, it can be transformed into a smaller box.”

The wheel has now been posted at its promised 20 Euro saving, but I think tomorrow I should send another parcel to London. Completely empty, with its only contents being a good dose of Berlin air. I shall then distribute this air in London as needed with the aim of helping Londoners to do loving small Berlin-style favours to each other.

 

Ein Finger ist genug – Behinderte über den Atos Sponsorenanteil bei den Paralympics

English description:

In this article I reported the protests of some disability groups regarding the sponsorship of Atos.  As the article remained unpublished I enlist it here to give credit to a significant side-issue to the Paralympics that was uttered several times to me in my encounters with disabled people in London.

Dieser Text, der bis jetzt nicht veröffentlicht wurde, berichtete über Proteste bezüglich des Großkonzerns Atos der die Paralympics sponserte.  Da ich immer wieder auf behinderte Menschen in London traf die mich darüber ansprachen, war ich der Meinung  ich, dass ich ihn Post-paralympics hier zum Nachlesen einfügen sollte.

Ein Finger ist genug!

(Alle Rechte vorbehalten (C) dzx2.net Daniel Zylbersztajn)

Behinderte über den Atos Sponsorenanteil bei den Paralympics

Daniel Zylbersztajn, London

Die Londoner Paralympics, kostete Geld. Zwar wurde der größte Teil der etwa £10 Milliarden Gesamtkosten der Olympischen und Paralympischen Spiele von den britischen Steuerzahlern getragen, aber etwa 7% des Kostenanteils wurd durch Sponsoren gedeckt. Nach David Stubbs, vom Londoner Organisations Komitees (Locog) waren es sogar 1/3 der Gesamtkosten, da Locog die Aufarbeitung des Ost-Londoner Gebietes (welche 2/3 der Kosten), vom Bau und der Durchführung der Spiele unabhängig versteht.Unter diesen Sponsoren befand  sich auch Atos. Das weltweite Unternehmen, dem seit letztem Jahr auch ein Teil Siemens gehört, hatte sich mit £64 Millionen speziell den Paralympics verschrieben. Aber einige britische Interessengruppen, welche Menschen mit Behinderungen vertreten, protestierten während der Paralympics gegen den Deal mit Atos.

In Großbritannien ist Atos für Tests im Auftrag der Regierung verantwortlich, die alle potentielle Sozialhilfeempfänger auf ihre Arbeitstauglichkeit prüft. In weniger als einer halben Stunde führt Atos-Personal ein computergesteuertes Testverfahren durch. Die Haupbetroffenen sind Menschen mit Behinderungen sowie mit chronischen Krankheitsbildern. Durch diese Testverfahren kam Atos seit einigen Jahren immer wieder ins Rampenlicht.  „Atos Kills!“ hieß es wiederholt auf Demonstrationen.   Tatsächlich waren die Leistungen von Atos auf verschiedenen Ebenen mangelhaft. Das besagten offiziell ein Untersuchungsausschuss und zwei unabhängige Studien im Auftrag der Regierung Westminsters. Die darin aufgeführten Beispiele schockierten: Atos war für auf Hilfe angewiesene Personengruppen, die beispielsweise weitere Auskünfte zu den Tests brauchten , nahezu unerreichbar. Menschen mit Gehbehinderungen wurden in einigen Regionen in mehrstöckige Gebäude ohne Rampen oder Aufzüge geladen. Auch überbuchte Atos absichtlich Patiententermine. Das Testverfahren selber wurde als mechanisch, schlecht, und den verschiedenen Krankheitsbildern unangemessen befunden. Korrespondenz der mit Atos arbeitenden zuständigen Regierungsbehörde mit den Kunden sei demoralisierend gewesen, so der Ausschuss. Wichtige Patientendaten die für das Resultat der Tests wichtig gewesen wären wurden oft ignoriert. 

Die Interessengruppe Disabled People Against the Cuts (DPAC – Behinderte gegen Kürzungen) spach sich am schärfsten gegen Atos aus. Ihr Aufruf zu Demonstrationen gegen Atos während den Paralympics liest sich dramatisch, „ Atos testet Menschen durch ein unmenschliches Computerprogramm und schult seine Angestellten, Betroffene von der Sozialhilfe runter zu drücken… Atos verwüstet Menschenleben weiterhin. Viele nahmen sich auf Grund der Tests das Leben, und über 1000 Menschen starben kurz nachdem sie als ‘arbeitsfähig’ deklariert wurden.”

Seit dem Ende des Regierungsausschusses, wurden Atos Verfahren verbessert.  Auf direkte Anfrage, konnte auch die damalige Ausschussvorsitzende Dame Anne Begg MP nur vergangene Probleme aufzählen und bestätigte positive Veränderungen. Trotzdem kam ein erleichtertes Aufschwingen der Agitosfahne für Atos zu rasch . Zwei Fernsehdokumentarsendungen, der BBC und Channel 4, wollten vor Beginn der Olympischen und Paralympischen Spiele beweisen, dass Atos immer noch nicht alle Verbesserungsmaßnahmen, welche in den Ausschüssen diskutiert wurden, eingeführt hat. Dabei erklärten vor versteckter Kamera, ein Atos Ausbilder einem Arzt, der sich bei Atos als Prüfer’ ausbilden ließ, es dürften nicht mehr als 11% der Getesteten als arbeitsunfähig ausgewiesen werden. Die Ausbilder erklärten dem Arzt außerdem: „Solange man noch einen Finger benutzen kann, ist man arbeitsfähig.“ Es waren erneute, wenn auch nicht großflächige Beweise, daß Atos auch weiterhin schockieren kann. In einem Interview mit der BBC bezeugte vor auch der Leiter der den Regierungsausschuss informierenden Studien, ” die Tests seien immer noch traumatisch für viele, trotz humaner Verbesserungen.

Der Labour Abgeordnete Tom Greatrex fordert jetzt eine Neuprüfung des Atos Regierungsvertrages. Er fand heraus, daß die Klagen gegen die Entscheidungen von Atos, dem Staat zusätzlichen jährlich £60 Millionen kosten. Atos solle die Arbeitsunfähigkeit von Anfang an besser einstufen, und somit die Notwendigkeit der Klagen senken. Aber die Einzelheiten des Vertrages zwischen Atos und der Regierung werden als geheim eingestuft. Die Ärztin Margeret McCarty versteht diese Geheimtuerei nicht:

 „Die Art und Weise, wie man die am meisten Kranken in unserer Gesellschaft behandelt, sollte anstatt hinter Wänden versteckt, sichtbar und offen sein. Der Staat und nicht ein Privatunternehmen sollten dafür die Verantwortung tragen.

Nach täglichen Aktionen während den Paralympics begaben sich DPAC mit Gleichgesinnten am 31. August zum Protest bei Oxford Circus.  Es kam zu Zusammenstoessen mit der Polizei (siehe The Guardian) „Let the Atos Games begin!,“ behaupteten DPAC ironisch, obwohl sie versicherten, dass sie nicht gegen die Paralympics und die darin gezeigten athletischen Leistungen seien. Protesten zum Trotz, ermächtigte sich Atos einer Sponsorenbeteiligung für das nächste internationale große Sportereignis in Großbritannien, den 2014 Commonwealth Games. Man darf annehmen, dass das auf Statistik und IT spezialisierte Unternehmen alles gut kalkuliert hat. 2015 läuft der Atos Regierungsvertrag aus und müßte dann erneuert werden. Zu den Paralympics bescheinigte Atos Sprecherin Caroline Crouch zur Zeit der Paralympics:. „Atos sei stolz, der weltweite IT Partner der Paralympischen Spiele zu sein und ist dieser Rolle und der Regierung voll verpflichtet.“

Text steht in Verbindung mit dem Bericht in der TAZ www.taz.de/Grosskonzerne-bei-Olympia/!98221/